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Mrz 05

Manchmal ist straff besser als lose

Manchmal ist straff besser als lose
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Andreas Morlok / pixelio.de

Bei einem Verkehrsunfall sollen Insassenschutzsysteme die gesundheitlichen Folgen möglichst gering halten. Zu diesen Sicherheitssystemen gehören unter anderem der Sicherheitsgurt und die Airbags. Die Aufgabe des Sicherheitsgurtes ist es, den Fahrer sowie alle weiteren Insassen bei einem Unfall auf den jeweiligen Sitz zu halten. Damit der Gurt diese Aufgabe erfüllen kann, muss der Sicherheitsgurt während des Aufpralles stramm gezogen sein. Diesen Auftrag übernimmt der Gurtstraffer. Innerhalb Millisekunden sorgt er während eines Unfalles für eine Straffung des Gurtes. Untergebracht ist der Gurtstraffer zum Beispiel an der Verankerung des Gurtes, unterhalb des Gurtschlosses oder im Gurtaufroller. Ausgelöst wird der Gurtstraffer in einem Notfall von einer gespannten Feder oder mit einer kleinen pyrotechnischen Treibladung. Bei einem Aufprall geben Sensoren einen elektrischen Impuls an den Gurtstraffer weiter. Hier wird durch dem Impuls der Gasgenerator aktiviert. Das freiwerdende Gas gelangt in ein Speicherrohr und drückt hier eine Kugelkette auf ein Ritzel, welches sich auf einer Welle befindet. Um diese Welle ist auch der Sicherheitsgurt im Automaten gewickelt. Wenn die Kugeln jetzt also das Ritzel bewegen, dreht sich automatisch auch die Welle mit und somit wird auch gleichzeitig der Gurt aufgewickelt. Ist eine solche Auslösung des Gurtstraffers erfolgt, muss er ausgetauscht werden. Denn die Verwendung von einem Gurtstraffer mit einem pyrotechnischen Auslöser ist einmalig. Bei manchen Modellen wird am Gurtstraffungsmechanismus eine gelbe oder rote Lasche angezeigt, die auf den Austausch hinweist. Der Gurtstraffer wird meist schon vor dem Airbag ausgelöst. Die Auslöseschwelle ist niedriger.